Energie sparen kann man zum Einen durch den Einsatz von effizienter Technik oder durch die energetische Sanierung von Bauteilen. Auf der anderen Seite liegt ein erhebliches Einsparpotential im Verhalten des Einzelnen.

Gerade in Schulen beinflussen die Nutzer, die Schüler und Lehrer, grundlegend den Energieverbrauch. Was nutzt eine effiziente Beleuchtung, wenn das Licht auch nach dem Unterricht noch brennt oder das Energiesparfenster, wenn es durchgehend geöffnet ist?

Um ein umweltschonendes Verhalten bei den Nutzern zu erreichen, muss man diesen ihre Einflussmöglichkeiten und die Auswirkungen ihres Handelns bewusst machen. Da diese bewusstseinsbildenden Maßnahmen in keinem Rahmenlehrplan enthalten sind, aber vom Schwalm-Eder-Kreis als Schulträger gerne gesehen werden, bietet der Kreis seit Jahren Anreizmodelle, um Schulen zu aktivieren, sich an solchen Projekten zu beteiligen.

Zuerst haben wir einen Wettbewerb "Energie sparen an Schulen" durchgeführt. Dieser startete im Schuljahr 1997-98 und wurde für 9 Jahre in unveränderter Form durchgeführt. Hierbei wurden die Entwicklung der Energieverbrauchszahlen und ein Bericht über die Umweltaktivitäten der Schule in die Bewertung einbezogen. Beim Wettbewerb konnten bis zu 40 Schulen Preisgelder bis 5.000 € pro Jahr gewinnen.

Auf Grund der gemachten Erfahrungen haben wir uns entschlossen, den Wettbewerb in ein Pädagogisches Prämienmodell umzuändern. Hierbei können die Schulen in Abhängigkeit der Schülerzahl Prämien für ihr pädagogisches Engagement im Sinne der Umwelt erlangen. Um den Einsatz der Schulen beurteilen zu können, müssen diese lediglich einen Fragebogen ausfüllen, der Auskunft über die Stuktur, die Breite und die Nachhaltigkeit der durchgeführten Umweltprojekte gibt.

Auch im aktuellen Schuljahr führt der Schwalm-Eder-Kreis wieder das Pädagogische Prämienmodell durch, um seinen für den Umwelt- und Klimaschutz aktiven Schulen zu danken. Den Fragebogen für dieses Schuljahr finden Sie hier.

Aus terminlichen und organisatorischen Gründen konnte zum Jahresabschluss 2016 erstmals keine Auszeichnungsfeier für die erfolgreichen Schulen beim Anreizprojekt "Pädagogisches Prämienmodell" durchgeführt werden. Trotzdem ließ es sich der neue Dezernent für Energie und Klimaschutz Helmut Mutschler nicht nehmen allen Schulen für ihre Teilnahme an diesem Konzept zu danken. Gleichzeitig hat er sie aufgefordert auch weiterhin gemeinsam mit dem Schwalm-Eder-Kreis aktiv in Umweltbildung und für den Klimaschutz zu agieren.

Die Aktivitäten in den Schulen im Schuljahr 2015-16 waren dem Schwalm-Eder-Kreis insgesamt Prämien in Höhe von 27.020,- € wert. Diese wurden in Abhängigkeit von erreichten Punkten und den Schülerzahlen an die teilnehmenden Schulen ausgezahlt. Insgesamt haben sich 53 Schulen durch Abgabe des Fragebogens am Pädagogischen Prämienmodell beiteiligt.

- Die höchste Punktzahl mit unglaublichen 47 von 50 Punkten erreichte die Schule am Reiherwald in Wabern

- Die höchste Einzelprämie mit 1.990 € wurde an die Theodor-Heuss-Schule in Homberg ausgezahlt.

 

Kurz vor Weihnachten wurden die Schulen mit der höchsten erreichten Punktzahl beim Pädagogischen Prämienmodell für das Schuljahr 2010/11 gemeinsam von Landrat Frank-Martin Neupärtl und dem Energiebeauftragten Dirk Schnurr ausgezeichnet.

Neben der Überreichung der Zertifikate standen Lob und Dank im Mittelpunkt der Veranstaltung. So haben die ausgezeichneten Schulen sich im besonderen Maße für das Ziel des Schwalm-Eder-Kreises eingesetzt, die kreiseigenen Liegenschaften möglichst wirtschaftlich und ökologisch zu betreiben.

Die höchste Punktzahl mit 44 von 50 möglichen Punkten erreichte die Grundschule Guxhagen. Hier ist die Umsetzung von Pädagogischen Konzepten im Schulalltag am besten gelungen. Die höchste Prämie wurde in diesem Jahr für das Schwalmgymnasium in Schwalmstadt-Treysa ausgelobt. Hier kann man sich über 2.640 € neue Projektmittel freuen. Insgesamt zahlt der Schwalm-Eder-Kreis 31.190 € Prämien für die pädagogische Arbeit in diesen Schulen im Rahmen dieses Projektes aus. Eine Aufstellung aller ausgezahlten Prämien können Sie hier herunterladen.

Besonders erfreut zeigten sich Landrat und Energiebeauftragter darüber, dass in diesem Jahr schon 78 % aller kreiseigenen Schulen freiwillig an diesem Projekt teilgenommen haben.

 

111220bild1klein