Erfolgreicher Abschluss des Elektromobilitätskonzepts für die Region Nordhessen im Waldgut Schloß Höhnscheid

 

Am 28. Januar 2019 wurde das Projekt der Landkreise Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Kassel, Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner zur gemeinsamen Entwicklung eines Elektromobilitätskonzepts und der Entwicklung von konkreten Handlungsvorschlägen zum Ausbau der Elektromobilität in der Region Nordhessen erfolgreich abgeschlossen.

Die Erstellung des Konzeptes wurde mit Bundesmitteln gefördert. Das interkommunale und integrierte Elektromobilitätskonzept bildet die Basis für eine moderne und nachhaltige Entwicklung der Mobilität in der Region Nordhessen.

Bausteine emob

Das Elektromobilitätskonzept wurde auf vier Bausteinen aufgebaut. Zunächst wurden durch die Analyse der elektromobilitätsbezogenen Ausgangslage die Rahmenbedingungen betrachtet. Dazu wurden u.a. neben den aktuellen Technologien im Bereich der Elektroautos insbesondere der aktuelle Stand der Ladeinfrastruktursysteme sowie die vielfältigen Rechtsvorschriften die mit der Elektromobilität einhergehen beschrieben. Da bei der Entwicklung von attraktiven Elektromobilitätskonzepten die spezifischen Besonderheiten des Planungsgebiets zu berücksichtigen sind, galt es, die verkehrs- und raumplanerischen sowie infrastrukturellen Rahmenbedingungen Nordhessens ebenfalls zu berücksichtigen. In die Analyse wurden neben der sozioökonomischen und funktionsräumlichen Struktur sowie den mobilitätsseitigen Merkmalen auch die bereits existierenden Elektromobilitätskonzepte einbezogen. Eine Abfrage auf Landes- und Kreisebene zu den aktuellen Aktivitäten im Bereich neuartiger (Elektro-)Mobilitätskonzepte hat ergeben, dass sich 74 Projekte in Planung bzw. Umsetzung befinden.

Anzahl Projekte emob

Des Weiteren wurde im Rahmen des Elektromobilitätskonzepts eine Online Befragung der Bürgerinnen- und Bürger durchgeführt, um eine breite Akzeptanz zu generieren und Informationen zum aktuellen Mobilitätsverhalten der Bürgerschaft einzuholen. Insgesamt wurde die Online-Befragung 1.325-mal von den Bürgerinnen und Bürger beantwortet. Die wesentlichen Ergebnisse sind:

Erkenntnisse emob


Auf Basis der umfangreichen Voruntersuchung der Region Nordhessen konnten die regionalen Handlungsbedarfe im Hinblick auf den Ausbau und die Stärkung der Elektromobilität in Nordhessen abgeleitet werden. Die fünf regionalen Handlungsbedarfe/Themenschwerpunkte sind:

Handlungsbedarfe

Abschließend wurde festgestellt, dass der bedarfsgerechte Ausbau der Ladeinfrastruktur notwendig ist, um Hemmnisse abzubauen und die Attraktivität für die Elektromobilität in der Region zu erhöhen. Hierfür wurden zwei Potenzialkarten erarbeitet, auf denen die am besten geeigneten Standorte für den Aufbau von Schnell- und Normalladeinfrastruktur dargestellt sind.
Zur Realisierung der genauen Verortung von Standorten wurde ein Handlungsleitfaden entwickelt, der die Landkreise und Kommunen bei der Umsetzung des Landeinfrastrukturausbaus unterstützen soll. Dabei wurden rechtliche, räumliche sowie technische Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Das landkreisübergreifende Elektromobilitätskonzept bildet die Ausgangslage für den weiteren Ausbau der Elektromobilität in den Landkreisen und Kommunen der Region Nordhessen. Die landkreisübergreifende Zusammenarbeit, die bereits bei der Erstellung des Elektromobilitätskonzepts erfolgreich praktiziert wurde, sollte fortgesetzt werden, um den Ausbau der Elektromobilität weiter zu forcieren. Aktuell plant der Schwalm-Eder-Kreis die Errichtung von fünf weiteren Ladesäulen an eigenen Liegenschaften, die Umsetzung soll noch im Jahr 2019 erfolgen.

Die Studie kann als Kurz- und Langfassung nachfolgend heruntergeladen werden.


Kurzfassung der Studie:
Kurzfassung Studie E-Mobilität

Langfassung der Studie:
Langfassung Studie E-Mobilität